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Samstag, 29. Februar 2020

29. Februar 2020, 🚌 Birgi Vecchi Ruhetag

Der Wind rüttelt mich wach, trotz Windschatten hinter den Hecken treibt er sein Unwesen. Doch es ist ja sowieso Zeit mein üppiges Wochenend-Frühstück zu geniessen. Spiegelei mit Speck gehören seit vielen Jahren zu meinem Samstags-Brunch. Der frisch gepresste Orangensaft gehört natürlich hier in Sizilien zum täglichen Aufsteller. 
So gestärkt will ich mir die Lagune näher ansehen, aber sogar den Flamingos scheint der Wind nicht zu bekommen, es sind nur ein paar wenige da. Von den vielen Reihern vom letzten mal sind gar keine zu sehen. Dann eben nicht, erst mal abwarten und Kaffee trinken, die Nespressomaschine steht ja noch da und wartet.






Doch leider gehört auch das zum Alltag hier, es gibt zwar immer wieder Mülleimer, doch wenn der Boden fehlt und sie nie geleert werden breitet sich die Sauerei durch die Hunde und den Wind schnell aus.




Freitag, 28. Februar 2020

28. Februar 2020, 🚌 Seccagrande - Birgi Vecchi

Ich will mal weiterfahren, die Einkaufsliste hat mal wieder einige Posten erhalten, zudem soll meine Aufbaubatterie wieder einmal richtig geladen werden. Der Erste Stopp ist allerdings gleich um die Ecke, die süssen Orangen sind fast aufgebraucht und wenn ich an die Nordküste fahre, gibt es da weniger Möglichkeiten so gute Ware zu kriegen. Natürlich brauche ich auch andere wichtige Dinge, das Wochenende steht ja vor der Tür. Seit das Corona-Virus ja auch in Sizilien seine Anhänger gefunden hat, möchte man ja so wenig wie möglich unter die Leute. Der Wind hat auch wieder kräftig zugelegt, der Platz auf der Klippe beim Naturpark ist da wohl weniger geeignet, ich fahre weiter in Richtung Marsala. Hier gibt es ja kurz vor dem grossen Parkplatz gutes Wasser, aber noch besseren Rotwein in der Cantina di Birgi. Der Syrah in der 5l Box schmeckt sehr gut. Auf dem grossen Platz suche ich eine einigermassen geschützte Ecke um mich einzurichten. Nach kürzester Zeit treffen auch schon die Streuner ein, mein WOMO wird bewacht, gegen einen kleinen Obolus natürlich.
Es wird eine ruhige Nacht, die Strasse davor wird höchstens von Liebespaaren frequentiert, was ja zu dieser Jahreszeit nicht gerade komfortabel ist.









Donnerstag, 27. Februar 2020

27. Februar 2020, 🚌 Seccagrande Ruhetag

Das Wetter bessert sich wieder, allerdings der Wind bleibt. Das gute Internet und die spektakulären Sonnenuntergänge behalten mich hier noch im Griff.







Mittwoch, 26. Februar 2020

26. Februar 2020, 🚌 Seccagrande Ruhetag

Ich bleibe noch, obwohl sich alle anderen WOMO's verzogen haben, das Wetter scheint sich rapide zu verschlechtern, dicke Wolken ziehen auf und der unsägliche Wind ist auch wieder zurück.








Wieder ein toller Sonnenuntergang, leider habe ich das ganz grosse Teleobjektiv zuhause gelassen, so kommt das Schiff in der Sonne schlecht zur Geltung.






Dienstag, 25. Februar 2020

25. Februar 2020, 🚌 Seccagrande Ruhetag

Ich schalte wieder einen Ruhetag ein, hier kann man es aushalten, zudem ist für Heute die kleine Wäsche angesagt, Bettzeug muss ich unbedingt waschen, die Reserve ist aufgebraucht. Zudem will ich ja dank recht gutem Internet ein wenig an meinem Blog arbeiten. In der WOMO Szene hier ist Bewegung gekommen, der am Längsten anwesende ist weg, dafür sind drei Italiener und ein Franzose gekommen. Aber das Beste ist, der Wind ist endlich eingeschlafen, Gestern gegen Abend hat er nochmal richtig zugelegt, die SAT-Antenne hat sogar im geschlossenen Zustand ganz gehörig geklappert. 

Montag, 24. Februar 2020

24. Februar 2020, 🚌 Licata - Seccagrande

Heute Morgen war allgemeine Aufbruchstimmung, bis auf eines der Italienischen WOMO's sind alle weggefahren. Ich will auch aufbrechen aber der Wind wird immer stärker, also bringt es wenig wenn ich weiter nach Osten fahre, die paar Plätze da sind eigentlich alle sehr offen und dem Wind voll ausgesetzt.
Da entschliesse ich mich statt dessen zurück nach Westen zu fahren. Nach kürzester Zeit muss ich mich schon wieder über das doofe Garmin 770 ärgern, drei mal will mich die Stimme in Einbahnstrassen schicken, das iPad mit Sygic Navigation hingegen kennt den richtigen Weg,  kurz vor dem Ziel will das blöde Ding mich noch mal auf eine Schleife schicken, obwohl der angegebene Punkt keine 300m entfernt ist, einfach Schrott dieses Gerät.
In Seccagrande kann ich mich wenigstens mehr schlecht als recht hinter der Strandbar in den Windschatten stellen. Doch der grosse Vorteil hier, es gibt ein öffentliches WIFI, so kann ich an meinem Blog weiterarbeiten ohne in die Roaming Falle zu tappen. Zudem kann ich über's Internet erfahren wie das hier mit dem Corona-Virus weiter geht, an SAT-Fernsehen ist bei diesem Wind nicht zu denken, wenn man nicht seine Antenne davon fliegen sehen will.
Unterwegs noch wieder den Kühlschrank auffüllen, da unten ist ja alles zu.
Die Fahrt durch die ganzen Plastik-Verschläge der Gewächshäuser ist zwar nicht unbedingt eine Augenweide, aber erstaunlicher Weise gewöhnt man sich hier in Sizilien schnell daran, die kleinen Tomaten aus lokaler Produktion schmecken immer noch besser als die importierten aus Marokko. An der Strasse bietet sogar ein Händler schon grüne Spargeln an, aber sie sind noch so dünn wie Strohhalme, abwarten, es kann nur besser werden.
Bei meiner Ankunft stehen schon drei WOMO's da, zwei davon waren schon bei meiner Abreise da, einer scheint hier sein Dauercamp eingerichtet zu haben, soviel Wäsche wie bei denen hinten am WOMO am trocknen ist scheint das wirklich so....







Sonntag, 23. Februar 2020

23. Februar 2020, 🚌 Licata Ruhetag

Ich mache Heute mal wieder Pause, hier am Yachthafen geht das ja sehr gut. In der Stadt ist Karneval, da muss ich ja nicht unbedingt hin, aber die Promenade gibt ja auch was her, die Superyachten aus aller Welt sind ja schon ein Blick wert, nur ganz hinten stehen die Boote unter 10 Meter, das Armenviertel eben.







Dazu ist es wohl zu spät








Bei meiner Rückkehr von der Hafenbesichtigung ist es in meinem WOMO ungewöhnlich warm, sofort läuten alle Alarmglocken, nicht wieder die Sicherung. Doch nein, die Heizung läuft auf vollen Touren, obwohl der Thermostat auf 15° eingestellt ist. Ich überprüfe alle Parameter, scheint alles OK, ich kann die Heizart Gas auch ausschalten, also erst mal Ausschalten, Warten, Einschalten, doch nach kürzester Zeit schaltet sich der Brenner wieder ein, obwohl es 26° warm ist. Die Kesseltemperatur geht praktisch auf Höchstwert von 75°. Da hilft wohl nur eins, RESET drücken und abwarten. Das setzt dem Spuk ein Ende, nun darf ich von Hand wieder die ganzen Parameter eingeben, ALDE Heizung, toll.
Der Abend ist eigentlich auch nicht das gelbe vom Ei, Herzkino oder Karneval in allen Schattierungen, wenn jetzt auch noch der Silbereisen kommt, bin ich schon früh im Bett, doch wenigsten von dem Unheil blieb ich heute verschont!!!

Samstag, 22. Februar 2020

22. Februar 2020, 🚌 Marina di Palma - Licata

Obwohl ich eigentlich noch eine Nacht bleiben wollte, habe ich mich auf den Weg gemacht, ich wollte nochmal prüfen, ob das mit der Sicherung wirklich OK ist.
An der Hauptstrasse angekommen schien es soweit OK, also kann ich schon mal weiter fahren. Als nächstes Ziel bietet sich Licata an, hier im Yachthafen soll es zu dieser Jahreszeit kein Problem sein zu Übernachten. Na gut, doch erst mal geht es wieder einmal mehr durch eine völlig verstopfte Innenstadt, alles zugeparkt, nur durch das Fahren mit 2 Rädern auf dem Gehsteig komme ich Zentimeter für Zentimeter durch. Am Hafen angekommen finde ich den Platz mit geöffneten Schranken. Ein paar andere WOMO's hatten schon die selbe Idee, doch der Platz ist gross, also kein Problem. Ein kleines Restaurant und einen Supermarkt gibt es auch gleich um die Ecke, was will man mehr.











Freitag, 21. Februar 2020

21. Februar 2020, Seccagrande - Marina di Palma

Ich muss Heute weiterfahren, mein Gas und die Vorräte gehen zur Neige. 
Doch als Erstes fahre ich ein Stück zurück um einen Nachschlag an den zuckersüssen Orangen zu holen. Doch kaum unterwegs fängt es fürchterlich an zu Stinken im Innenraum, es riecht nach verbrannter Elektrik. Sofort stoppen und suchen, es ist die Hauptsicherung an der Starterbatterie. Aber wieso eine 80A Sicherung sich so verschmoren kann bleibt ein Rätsel. Ich checke alles durch, keine Ursache für das. Ich werde wohl in nächster Zeit öfters prüfen und messen müssen. Da ich keinen Übeltäter finde, ersetze ich die Sicherung, messe noch mal alles durch und fahre weiter in Richtung Osten. Einkaufen ist schnell erledigt, doch mit dem Gas will es nicht klappen. Die erste GPL Tankstelle ist wegen Umbau geschlossen, die zweite hat einen Verschlag um die Zapfsäule, also bleibt mir nichts anderes übrig als weiter zu fahren. Wieder geht es am Tal der Tempel vorbei, es sind immer noch überall Schlangen von Wartenden zu sehen, damit ist dasThema für mich erledigt. Nun kommt aber bald meine Abzweigung ans Meer runter und ich habe immer noch kein Gas. Am letzten Kreisel vor meiner Ausfahrt sehe ich auf der Anhöhe eine Tankstelle, tatsächlich haben sie auch GPL. Es gehen fast 40 Liter rein, also hatte ich doch noch eine kleine Reserve. 200m von dieser Tankstelle entfernt gibt es einen öffentlichen Brunnen mit gutem Wasser, das fülle ich auch wie den Dieseltank mal auf. Daneben gibt es eine weitere Tankstelle auch mit GPL und Diesel und das erst noch mit 5 Cent billiger, so spielt das Leben. Nun ist Alles in Butter, ich kann wieder ans Meer runter. Ganz vorne steht ein KAWA mit Zürcher Kennzeichen. Der Platz ist leider immer noch sehr stark vermüllt. 

Heute Abend werde ich mir wohl eine Pizza im nahegelegenen Restaurant gönnen.

































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