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Donnerstag, 30. September 2021

30. September 2021, 🚌 Elk - Frombork

Heute Morgen bin ich umringt von Studenten, diese haben wohl ihren Sporttag, zu Hunderten schwirren sie durch die Gegend, auch als ich den Motor starte um wegzufahren wollen sie nicht weichen, nur durch mehrmaliges Hupen kann ich endlich losfahren, keine Ahnung wieso die so begriffsstutzig sind. Es geht schon bei der ersten Kreuzung los, mein Garmin will mich zurück in die Stadt schicken, obwohl ich genau weiss, dass ich genau in die Gegenrichtung fahren muss. Da kommt mir ein Gedanke aus der Schulzeit, der handelte damals von der umgekehrten polnischen Notation die bei den Taschenrechnern von HP angewendet wurde, ob das wohl mein Navi auch anwendet, sicher ist nur, dass die falschen Richtungen hier in Polen inzwischen zur Tagesordnung gehören. Es kommt auch noch schlimmer Heute, die Tante schickt mich in gesperrte Strassen, falsche Umleitungen usw. Nur gut wenn man auch noch eine Strassenkarte dabei hat, die ist allerdings auch nicht gerade Aktuell und zudem in zwei Teilen weil sie gerissen ist, was sowieso dem besseren Format für einen Alleinfahrer entspricht. So fahre ich auf der 656 in Nordwestlicher Richtung nach Gizycko. Hier habe ich vor Jahren mal am Stadtpark übernachtet, jetzt wäre das nicht so ideal, die Strasse davor wird saniert, eine Ampel gesteuerte Durchfahrt. Immer wieder geht es durch Wälder, Moore mit abgestorbenen Bäumen und Seen vorbei, nur der Regen lässt keine Fotostopps zu. Über die 592 geht es in Richtung Ketrzyn. Hier ein paar Kilometer vorher geht es rechts ab um nach Radziele zu kommen, ich will mal sehen was aus dem Zweitwohnsitz von Adolf geworden ist, der Wolfsschanze. Doch nun gibt es eine Schranke da, der Parkplatz soll über € 10 kosten für ein WOMO, das ist mir dann doch zuviel, vor allem weil ich ja das Ganze schon zwei mal besucht habe. 




Da müssen wieder einmal Bilder aus meinem Archiv herhalten.












Über die übelsten Strassen geht es zurück nach Ketrzyn. So komme ich auf die 592 zurück um meinen Weg nach Bartoszyce fortzusetzen. Ab hier wird es die 512 die weiter nach Westen führt, doch oh Schreck, sie ist gesperrt. Nun beginnt eine Odyssee sondergleichen, immer wieder Umleitungen, Sperrungen ausweichen auf einspurige Rüttelpisten, erst in Richtung Russischer Grenze, dann wieder zurück in die andere Richtung, Strassen die gar nicht auf meiner Karte eingezeichnet sind. Erst als ich endlich Braniewo 5 Km vor der russischen Grenze erreiche ist der Spuk vorbei. Nun ist es nur noch ein Katzensprung zu meinem heutigen Ziel, Frombork, die Stadt in der Kopernikus gewirkt hat. Beim stillgelegten Bahnhof finde ich einen schönen Platz sogar mit etwas Sicht auf die Frische Nehrung. Wie zum Hohn lese ich am Abend, dass die Gegend meiner Irrfahrten auch die Kaschubische Schweiz genannt wird, na dann mal Dankeschön. Mein leckerer Kaninchenbraten zum Abendessen, ein gutes Glas Rotwein und ein schöner Sonnenuntergang über der Frischen Nehrung heben die Stimmung gewaltig an.








Mein Kaninchenbraten mit Spätzle schmeckt wieder einmal super.


Mittwoch, 29. September 2021

29. September 2021, 🚌 Pivasiunai - Elk

Die Kirchenglocken wecken mich ganz diskret, so will ich nach dem Frühstück doch auch dieses Bauwerk mit dem dazugehörigen Friedhof ansehen. Viele alte Leute sind dabei die Gräber zu pflegen. 











Für mich geht es weiter, ich folge der 220 bis Alytus. Von hier geht die 132 in südwestlicher Richtung nach Sairijai und Lazdijay. Noch einmal günstig Tanken und über die 135 zur Grenze nach Polen. An der Grenze weist ein Schild auf das WIFI hin, super, so kann ich endlich ein paar Fotos hochladen und die dringenden Updates machen, doch wie üblich klappt nicht alles wie es sollte. 





Da kommt auch schon die polnische Antwort auf den Berg der Kreuze mit einer alten Holzkirche. 




Bei Augustow sehe ich mir mögliche Übernachtungsplätze an, fahre dann aber doch weiter. Mein Navi will mich zur Abwechslung mal in die falsche Richtung schicken, ich bleibe stur und so sind es plötzlich 20 Km weniger, Edelschrott eben. So fahre ich weiter bis Elk. Der erste Stau wieder einmal seit Langem sie sind fleissig am Bauen einer neuen Autobahn. In Elk geht es erst aussen rum und dann zurück in die Stadt, was ist nur los mit dem idiotischen Garmin. Schlussendlich finde ich meinen Platz am See. Es gibt sogar Animation, der lokale Schwimmverein trainiert, mutig stürzen sie sich in die kalten Fluten, wenn auch nur kurz.










Mal wieder einen Teller Spagetti, lecker.


Dienstag, 28. September 2021

28. September 2021, 🚌 Moletai - Pivasiunai

Ruhige Nacht, trotz grossem Platz vor dem Sportzentrum keine wilden Jungen, so ists recht. Heute versuche ich mich wieder über Nebenstrassen zu bewegen, die wilde Schüttelpiste von Gestern sitzt immer noch in meinen Knochen. Ich fahre also auf die 172 in südlicher Richtung, muss aber leider schon bald wieder auf die A 14 zurück, vor mir liegt eine Brücke mit nur 2.95 m Höhe, das ist mir mit meinen 3 m dann doch ein wenig knapp. Also weiter rumpeln. 

Bald taucht auch schon mein erstes Ziel auf, das Geografische Zentrum von Europa muss ich wiedersehen. Das Ganze ist sehr gut gemacht, befindet es sich doch mitten auf einem schönen Golfplatz.















Da ich keine Lust habe mich ins Gewühl der Grossstadt Vilnius zu stürzen, biege ich vorher rechts ab und fahre über die 108 nach Maisiagala, Dükstos, hier gibt es wieder einmal eine Kirche zu besichtigen, nach Vievis. 







Von da geht es auf der 107 weiter nach Trakai. Hier herrscht der übliche Touristen Rummel, nur schwer finde ich einen Parkplatz um ein schnelles Foto von der Burg auf der Insel zu machen. Der grosse Parkplatz wo ich das letzte mal sogar übernachten konnte ist restlos überfüllt, nichts für mich, ich fahre weiter. 









Um nicht wieder auf die A 16 zu müssen, wähle ich die 220 durch die Dörfer, Rüdiskes, Onuskis, nun ist aber Schluss mit Lustig, es wird eng und genau so holprig wie auf der A 16. Dafür gibt es hier eine Kirche mit monumentalen Säulen und einem hölzernen Glockenturm daneben. Eigentlich wollte ich nach Daugai fahren zum Übernachten, doch die Abzweigung verheisst nichts Gutes, eng und Schotter, brauche ich nicht und fahre weiter, es soll ja noch eine weitere Abzweigung geben. So komme ich nach Pivasiunai, wieder so eine Säulen Kirche, aber viel besser, gegenüber ist ein grosser Parkplatz auf zwei Ebenen was will man mehr, sogar grosse Parkflächen sind eingezeichnet, das wird mein Nachtlager für Heute.




























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Nun will ich aber doch weiter, ein neuer Versuch von Norden her nach Saint Nazaire zum alten Hafen zu gelangen. Doch auch diesmal viele Umle...