WOMO Karmann Colorado VW T4
| Technische Daten | |
|---|---|
| Motor | Reihenfünfzylinder/vorn quer |
| Ventile/Nockenwellen | 2 pro Zylinder/1 |
| Hubraum | 2461 cm3 |
| Leistung | 75 kW (102 PS) bei 3500/min |
| Drehmoment | 250 Nm bei 1900/min |
| Höchstgeschwindigkeit | 135 km/h |
| Getriebe/Antrieb | Fünfgang manuell/Vorderrad |
| Tankinhalt/Kraftstoffsorte | 80 l/Diesel |
| Länge/Breite/Höhe | 5795/2100/2790 mm |
| Radstand | 3320 mm |
| Wendekreis | 12,9 m |
| Leergewicht/Zuladung | 2400/900 kg |
| Anhängelast (ungebremst) | 750 kg |
| Anzahl Sitzplätze | 4 |
| Liegefläche L/B 1,91/1,42 m (Heck) | 1,94/1,37 m (Alkoven) |
| Frisch-/Abwassertank | 90/70 l |
| Kühlschrank | 81 l |
| Zweiflammenkocher | Gasbetrieb |
| Zusatzbatterie | 12 V 60 Ah |
| Externer Stromanschluss | 230 V |
| Neupreis Januar 1997 | ab 72.985 Mark |
In 2008 entschieden meine Freundin und ich, die Urlaube auf dem See mit dem Segelboot sind ja sehr schön, aber das kann man ja auch an Wochenenden machen. So entschied sie sich ein gebrauchtes WOMO zu kaufen. Nach längerem suchen fanden wir bei einem VW Händler eines das uns auf Anhieb gefiel, ein Karman Colorado auf VW Chassis. Der Motor war mit einem Chiptuning auf 125PS erhöht worden, was eine gute Sache war, für sein Gewicht war das genau das Richtige. Nach dem ersten Probe Wochenende musste er erst mal zurück in die Werkstatt, Ladegerät, Markise und einige Kleinigkeiten mussten ersetzt oder in Ordnung gebracht werden. Probefahrten an Ostern und Pfingsten ins benachbarte Frankreich zeigten uns, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten, es konnte also schon im Sommer auf grosse Tour gehen.
Im Sommer 2008 fuhren wir für 6 Wochen nach Skandinavien. Die Reise führte uns weit in den Norden, wegen des schlechten Wetters aber haben wir es nicht bis ans Nordkap geschafft, es war einfach zu regnerisch und diesig, man hätte ausser Nebel nichts gesehen, aber der Abstecher auf die Lofoten und Västeralen war natürlich ein Highlight, das man so schnell nicht vergisst.
Im Herbst nach 2008 setzten wir noch einen drauf und fuhren quer durch Italien bis Sizilien.
2009 wollten wir das Baltikum erforschen. Als wir praktisch reisefertig waren, kam ein Notruf für mich, ich müsste unbedingt eine verfahrene Situation in Ordnung bringen, der Kunde sei ausser sich. Mein Kollege vor Ort war plötzlich gestorben und die Installation sollte so schnell als Möglich weitergeführt werden. So ganz nebenbei fragte ich wo diese Installation denn sei, die Antwort: In Poznan,Polen. Ach nein, da wollten wir ja hin. Ich handelte einen guten Kompromiss aus, flog sofort nach Polen. Mit vielen Überstunden und Wochenend Einsatz gelang es mir die Installation bis auf eine Maschine zu beenden. Diese Maschine war aber noch voll im Einsatz, der Auftrag musste erst abgeschlossen werden, was ein paar Tage dauern werde. Na gut, ich flog also zurück in die Schweiz, vorher aber versicherte ich dem Kunden zurück zu kommen, für genau 3 Tage, wenn dann die Maschine nicht bereit sei, würde ich erst mal meinen Urlaub machen. Zuhause erst mal alles Umpacken, und mit Freundin und WOMO losfahren in Richtung Norden. Als ich wieder vor Ort war, lief die Maschine immer noch auf Produktion, also erst mal viel Palaver, dann hatte ich die Maschine und ein ganzes Team von Schlossern, Elektrikern und Helfern um mich, ich fühlte mich als echten Sklaventreiber. Am 3. Abend kam ich zurück ins Motel, wir hatten das WOMO vor der Tür, der Stromanschluss war gesichert, so mein Schatz, der Urlaub kann weiter gehen, ich bin fertig geworden. Es wurde ein toller Urlaub, nachdem wir uns in den Masuren umgesehen hatten, ging es noch nach Litauen und Lettland, bevor wir arbeitsbedingt zurückfahren mussten.
2010 machten wir zwei grössere Touren, einmal der Donau entlang, von der Quelle in Donaueschingen bis Linz.
Doch die grosse Tour führte uns in den Norden. Ich hatte im Internet recherchiert für ein Fährpassage ins Baltikum und wurde fündig. Sonderangebot: 5 Fähren für € 500.- für Wohnmobil mit 2 Personen, na das war doch was. Für die ersten 3 musste man feste Termine buchen, das war ja auch OK.
So fuhren wir also aus der Schweiz erst mal nach Hamburg und Kiel, da wartete die erste Fähre nach Klaipeda, wir hatten eine schöne Kabine mit Aussicht. Hier wollte meine Freundin unbedingt auf den Spuren von Tomas Mann wandern, also nochmals auf die kleine Fähre zur Kurischen Nehrung. Nidda war schon sehr interessant mit der riesigen Düne bis zur Russischen Grenze. Zurück in Klaipeda fuhren wir nun der Küste entlang bis Riga und Talinn. Hier wartete die nächste Fähre von Talinn nach Helsinki. Eine grosse Finnland Tour bis weit in den Norden um dann nach Turku zurück zu fahren, hier wartete die nächste Fähre nach Stockholm. Dieser Abschnitt war am schönsten, die Fahrt durch die schwedischen Schären ist einfach toll.




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