Ich habe beschlossen über die Festtage erst mal in der Umgebung von San Vito zu bleiben, es ist ja auch sehr schön hier, wenn nicht gerade Sturm herrscht. Es haben sich ja auch noch Freunde aus dem Alleinfahrer Forum angemeldet. Der Platz hier scheint nicht so leicht zu finden sein. Bei untergehender Sonne bleibt dann doch noch Zeit für einen kurzen Schwatz im Windschatten des WOMO's. Doch sobald die Sonne weg ist wird es schnell recht kühl, wir haben eben doch noch immer Winter.Da kommt doch ein winterliches Menü genau richtig, es gibt Bohnen mit Catechino und Kartoffeln, lecker und so gesund. Mein Wachhund vor der Tür freut sich.
Der Blumengarten vor der Tür macht zwar eher glauben man habe schon Frühling, doch das täuscht.
Für Heiligabend als meine Freunde wieder abgereist sind, verlege ich mich nach einem üppigen Frühstück näher ans Meer, bei dem aufkommenden Wind kann ich mich da bei freiem Gelände besser in den Wind stellen.
Als Überraschungsessen am Abend gibt es Rösti mit Bratwurst, es muss ja nicht immer Kaviar sein.
Leider kommt der Starkwind früher als gedacht, auch mit der Nase im Wind gibt es ein unerträgliches rütteln, an Schlafen ist nicht mehr zu denken. Um 04:00 wird es so heftig, dass ich wegfahren muss, die kleine Luke über der Küche hat sich auf der Vorderseite losgerissen, alles klappert. Ich fahre erst mal ein Stück weiter nach vorne, um dann aber schlussendlich ins Dorf zu fahren, wo ich Schutz hinter der Friedhofsmauer finde, ein Berner KAWA hatte die selbe Idee. Hier kann ich dann auch die Dachluke mit Panzertape soweit zusammenflicken, dass sie mir nicht davon fliegt.
Sogar beim Müll deponieren zeigt sich das grosse Kunstverständnis der Süditaliener.Der Starkwind bleibt, sogar im Hafen bilden sich inzwischen Schaumkronen, hier hinter der Geschützen Friedhofsmauer ist es da bedeutend ruhiger, so kann ich mich in aller Ruhe meinem Sonntagsbraten widmen, ein Lammschlegel kommt heute auf den Tisch.
Hat geschmeckt, der Hund wird sich freuen.