Ich bleibe hier für ein paar Tage. Seit gestern Abend heisst es aber immer wieder alle Luken dicht, Regen und heftige Windböen lösen sich ab. Es trommelt mal wieder aufs Dach und eine Front nach der anderen rollt heran.
Dazwischen immer wieder Aufhellungen aber nur von kurzer Dauer. In einer solchen nutzt mein Nachbar hinter mir um mit seinem Hund Gassi zu gehen, ich kann es kaum glauben, direkt vor meiner Tür lässt er doch zu, dass dieser sein grosses Geschäft erledigt. Als er nun weiter zieht als wäre nichts gewesen muss ich ihn doch ansprechen: er solle doch seinen Hund vor der eigenen Haustüre sein Häufchen machen lassen, besinnt er sich, kehrt um und holt eine Tüte um das Ganze einzupacken. Wer weiss ob er das auch ohne meinen Kommentar auch gemacht hätte. Die Welt ist also noch nicht ganz verloren. Doch auch immer wieder das selbe Spiel, Luken und Türen auf, und auch schon wieder zu.
Am Samstag ist hier Markttag, also da muss ich hin, allerdings braucht das genaue Planung, zwischen zwei Regengüssen einigermassen trocken über die 2 Km ins Städtchen zu kommen und auch wieder zurück. Ich komme recht gut hin, nur die letzten paar Meter legt es schon wieder los. Die Markthallen und das Bistro daneben bieten Schutz. Doch erst mal alle Auslagen studieren, es sind einige Stände nicht belegt, trotzdem finde ich was zum Einkaufen.
Die Pfifferlinge sind wohl weiterreist oder sie sind noch vom letzten Jahr, frisch sieht jedenfalls anders aus.
Geschafft, meine Tasche wiegt schwer, nun bei einem Kaffee die möglichst trockene Rückkehr planen. Die Zitrone ist einfach so ins Bild gerollt!!!
Nun aber los, sogar die kleinen Blümchen weinen bei dem Wetter.
Geschafft, fast trocken, mal die erworbenen Schätze auspacken:
Ich habe ja vor ein paar Tagen noch extra Teller für die Austern gekauft, doch wie sich herausstellt sind die Mulden viel zu klein für meinen Einkauf. Gerade mal drei passen rauf und nicht sechs wie geplant, improvisieren, ich sage ja immer: wichtig ist nur was im Glas oder auf dem Teller ist.
Jetzt weiss ich auch wieso diese Art die Langen heisst.
Nach der Hälfte des Einkaufs bin ich schon satt, der grosszügige Verkäufer hat mir ja für die zwei mal sechs Langen und Creuse je sieben gegeben und das für sagenhafte € 6.00.Bei dem Regenwetter und dem üppigen Mal kann man ja ruhig ein Mittags-schläfchen einlegen.
Doch am Abend meldet sich dann doch der kleine Hunger, als Kontrast zu den Meeresfrüchten mache ich mir ein pikantes Tatar, ausgezeichnet.
Die Regenwolken zeichnen schöne Bilder am Abend Himmel.