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Sonntag, 31. Juli 2022

31. Juli 2022, 🚌 Marckolsheim - Breisach

 Es wird immer voller hier, ich haue ab, wenn auch nur für ein kurzes Stück auf die gegenüberliegende deutsche Seite des Rheins. Es geht durch die Weinberge der Ortenau. Bald ist auch mein Ziel erreicht, der Parkplatz beim Restaurant am Rhein. Es ist Mittagszeit und es stehen nur 2 oder 3 PKW's da, sonst ist es hier an einem Sonntag doch übervoll um diese Zeit. Egal, ich finde einen Schattenplatz und geniesse die Ruhe. Es ist sehr trocken hier, die Brombeeren sind die meisten verdorrt, die Mirabellen sind zuckersüss, haben aber eine dicke Haut.





Ich freue mich schon auf ein Abendessen im Bistro, doch die Ernüchterung ist gross, als ich die ausgelegte Speisekarte sehe, Steak, Hamburger, Spagetti Bolognese und eine Auswahl an Flammkuchen, dafür brauche ich nicht ins Restaurant gehen, das habe ich auch im WOMO. Rechtsumkehrt und zurück zum WOMO. Zufällig habe ich ja noch ein 28 Tage gealtertes US Steak im Kühlschrank. Nichts wie in die Pfanne damit.




Doch die Enttäuschung ist gross, so zähes und sehniges Fleisch habe ich schon lange nicht mehr gehabt, die Ami's können ihre Schuhsolen künftig selber knabbern. 




 

Donnerstag, 28. Juli 2022

28. bis 30. Juli 2022, 🚌 Rhinau - Marckolsheim

Ich will ein paar Kilometer weiter fahren in der Hoffnung in Marckolsheim noch einen Schattenplatz zu ergattern, bevor der grosse Wochenend Ansturm einsetzt. Nach 25 Km bin ich alles dem Rhein entlang auch schon da und oh Wunder der Platz unter der Trauerweide ist frei, weiter hinten stehen schon einige WOMO's, sogar ein Wohnwagen hat sich dahin verirrt. Als erstes werde ich vom Weiden-Blätter fressenden Geissbock begrüsst, nur wiederwillig will er mir ein Stück von dem Platz überlassen.








Es gibt Fisch a la Provencial mit Spinat, dazu einen feinen Pinot Gris aus der Gegend.
Zum Frühstück am Wochenende wie üblich ein deftiges Bauernfrühstück.


Die gute Laune bleibt allerdings nicht lange, ein Kastenwagen mit D Kennzeichen kommt daher gefahren und stellt sich mitten auf die kleine Strasse und ungemütlich nahe an meinen linken Kotflügel. Als ich die Leute darauf anspreche, dass ich keinen grossen Wert auf Kuschelcamping lege und dass sie dabei noch den Weg blockieren würden, kam die Antwort prompt: man könne ja auf der anderen Seite rumfahren und wegen der Nähe stehe ich auf ihrem Platz, auf dem Sie schon seit 20 Jahren stehen würden, hat man Worte. Zum Glück sind sie da nicht an einen Elsässer gelangt, sonst hätten sie wohl ein paar neue Worte in der blumigen Sprache gelernt.

Regelmässig kommt auch immer wieder der Bock vorbei, wenn er nicht Wachdienst vor dem Wohnhaus der Besitzer schieben muss.









Mittwoch, 27. Juli 2022

27. Juli 2022, 🚌 Hatten - Rhinau

Entsorgt und Wasser aufgefüllt habe ich ja Gestern schon, es kann also nach dem Frühstück direkt los gehen. Ich will an den Rhein um dem entlang zu fahren. Bei der Casemate von Esch steht der Panzer immer noch unverändert auf dem Dach. Bei Seltz fahre ich ein kurzes Stück auf die Autobahn. Doch da finden wie üblich die Jumbo Rennen statt, also nichts wie runter. Ich fahre über den Rhein auf die deutsche Seite um da auf den Bundesstrassen gemütlich durch die Dörfer zu gondeln. So umfahre ich Strassburg und fahre erst nach Goldscheuer wieder zurück über den Rhein nach Frankreich zurück. Auch da bleibe ich auf Nebenstrassen, möglichst nahe am Wasser. So komme ich an der kleinen Fähre von Rhinau vorbei. Da habe ich vor Jahren schon mal Übernachtet, doch in letzter Zeit gab es da eine Fahrverbots-Tafel, davon ist nichts mehr zu sehen, es stehen auch ein paar WOMO's da. Ich stelle mich dazu und fröne einer Lieblingsbeschäftigung, Schiffe gucken. Die lassen auch nicht lange auf sich warten, als erstes taucht ein riesiger Schubverband auf.



Hier die versprochenen Bilder...










Dienstag, 26. Juli 2022

26. Juli 2022, 🚌 Bundenbach - Hatten

Nach einer sehr ruhigen Nacht hier im Nirgendwo kann es weiter gehen, wie gewohnt mal wieder von einer gesperrten Strasse zur Nächsten, wo nehmen sie nur die ganzen Schilder her. Schlussendlich entscheide ich mich ganz gegen meine Gewohnheit für die Autobahn, die ist wenigstens nicht gesperrt. Ein Stück vor Pirmasens ist dann Schluss, auf der A-10 geht es um die Stadt herum. Da es noch recht früh ist, entscheide ich mich noch nicht auf den vorgesehenen Platz bei Münchweiler zu fahren, sondern durch den Pfälzer Wald in Richtung französischer Grenze zu fahren. Ihr ahnt es wohl schon, der vorgesehene Weg ist gesperrt, es geht um sieben Ecken, über Hügel und Wälder. Doch es gibt auch was zu Lachen, was man sich wohl bei der Gründung dieses Ortes gedacht hat?


So komme ich schliesslich doch in Richtung Grenze. Von da ist es dann nur noch ein Katzensprung bis zum heutigen Ziel Hatten, doch vorher fährt man noch durch das malerische Dorf von Hoffen mit seinen wunderschönen elsässischen Fachwerk-Häusern.

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Montag, 25. Juli 2022

25. Juli 2022, 🚌 Wolsfelderberg - Bundenbach

Nun ist aber genug ausgeruht, ich will weiter. Verzweifelt versuche ich an die Mosel runter zu fahren, unmöglich, Umleitung folgt auf Umleitung, schliesslich gebe ich auf und fahre direkt nach Zell an der Mosel. Hier gibt es ja einen SP beim grossen Kaufhaus etwas über dem Städtchen gelegen, ich muss sowieso einkaufen, nichts wie hin. Das kurze Stück der Mosel entlang zeigt mir aber sehr eindrücklich, dass ich wohl doch nicht dem Verlauf der Mosel folgen sollte, der Verkehr ist mörderisch. Das gleiche gilt für den SP da beim Einkaufszentrum, mehrer WOMO's stehen da, nicht in den vorgesehenen Markierungen sondern quer dazu, natürlich ist auch die eine oder andere Markise ausgefahren, die Stühle draussen, es lebe die mobile Freiheit. Ich mache meinen Einkauf und dann aber nichts wie weg. Über die Mosel und ab in den Hunsrück. Auf dieser Reise dachte ich eigentlich, dass die Franzosen Weltmeister im aufstellen von Umleitungen mit unverständlicher Wegführung seien, doch die Deutschen können das wohl noch besser. Endlose Umleitungen, Kilometer weite Umfahrungen quer durch die Pampa. Mein Navi und das Tablet sind total überfordert. Genervt suche ich nach einer Übernachtungs-Möglichkeit um die Weiterreise zu planen. Ich werde fündig, im Dörfchen Bundenbach steht ein Wegweiser zu einem Besucher-Bergwerk, da fahre ich hin. Grosser Parkplatz nur ein WOMO steht da, ein paar PKW's gut. Das Bergwerk ist scheinbar schon seit längerem geschlossen, für eine Wanderung auf dem Weg zur Keltensiedlung Altburg und der Schmidtburg habe ich allerdings bei der Hitze keine Lust, gönne mir da lieber ein kühles Bierchen.







Freitag, 22. Juli 2022

22. bis 24. Juli 2022, 🚌 Wolsfelderberg Ruhetag

Was solls, es ist schön und ruhig hier, also bleibe ich erst mal hier, es ist ja Ferienanfang hier in der Gegend, also überlasse ich die Strasse den anderen und geniesse die Ruhe im Grünen.


 Zu spät habe ich erfahren, dass mein Kumpel P. sich früher als erwartet schon auf den Weg in den Süden gemacht hat, also werde ich hier ein paar Tage alleine verbringen.



Die Früchte faulen mal wieder schneller als man sie essen kann, also nichts wie in die Pfanne damit, Konfitüre machen.


Ein Besucher schaut doch noch vorbei.

Donnerstag, 21. Juli 2022

21. Juli 2022, 🚌 Eclaron - Wolsfelderberg

Der Entschluss steht fest, ich fahre nach Luxembourg, die Mosel lockt. Zudem will ich meinen Kumpel P. in der Eifel besuchen, bevor er in den Süden aufbricht. Bei St. Dizier geht es auf die Autobahn in Richtung Nancy - Metz. Der Verkehr ist wie erwartet sehr dicht, die Brummis liefern sich ihre Jumbo-Rennen obwohl eigentlich Überholverbot besteht. Trotz allem komme ich gut voran, um Metz herum staut sich das Ganze etwas, aber nur für kurze Zeit. So geht es weiter bis zur Grenze nach Luxembourg. Ich fahre ab in Richtung Schengen, Gas und Diesel werden günstig getankt. Nun kommt der gemütliche Teil, es geht der Mosel entlang, erst auf deutscher Seite, dann bei Remich wieder auf der Lux. Seite. Die Baustellen sind noch nicht verschwunden, ich glaube seit vielen Jahren basteln sie an dieser Strasse herum, wenn sie irgendwo fertig sind geht es auf der anderen Seite wieder von vorne los. Kurz vor Wasserbillig geht es in in die Hügel um nach Echternach zu kommen. Der Campingplatz da ist mal wieder ein paradebeispiel wie Kuschelcamping geht, ein absoluter Horror, dicht an dicht stehen Zelte WOMO's und WOWA's. Zum Glück muss ich da nicht hin, es geht zurück über die Grenze nach Deutschland. Schon bald brechere ich über die kurvenreiche Strecke wo jedes Jahr an Pfingsten das Bergrennen von Wolsfeld zum Wolsfelderberg stattfindet. Doch dann kommt die grosse Überraschung, die Wiese wo wir normalerweise stehen ist leer, weit und breit kein WOMO von Peter. Ich schicke ihm eine Whatsapp Meldung. Nach längerem die Antwort, er sei in Passau, auf dem Weg nach Rumänien. Bei meiner vorherigen Anfrage sagte er mir, dass er so gegen Mitte August losfahren wollte, war wohl eine Blitzentscheidung, auch seine Schwester die ja hier lebt, wusste nicht genau wo er hingefahren sei. Also kein Überraschungsbesuch!!!!

 


Mittwoch, 20. Juli 2022

20. Juli 2022, 🚌 Rogny-les-sept-Ecluses - Eclaron

Nachdem Entsorgen und Wasser auffüllen kann es weiter gehen. Weiter geht es über Nebenstrassen in nördlicher Richtung. Ich will an der Lac de Der. Dabei bemühe ich mich die grösseren Städte wie Auxere oder Troyes möglichst zu umfahren, was mir einigermassen gelingt, die Navi-Tante und auch das mitlaufende Tablet murren zwar öfters, aber sie sind dann doch wieder zufrieden, sogar meist mit einer kürzeren Strecke als vorher. So geht es Überland, ein markantes Bauwerk stoppt kurz die Weiterfahrt, da steht doch mitten im Nirgendwo bei Aix-Viiemaur eine Kirche mit einem Holzturm, sie sind dabei das Ganze zu renovieren, was wohl dringend nötig ist.


 

Doch es geht weiter, hier wo die Champagner Weine wachsen nimmt der Verkehr stetig zu, mein Ziel am Lac de Der ist da keine Ausnahme, volle Plätze rundherum, nichts wie weg, am oberen Ende des Sees bei Eclaron find ich bei einem Sportplatz eine ruhige Ecke. Gegen Abend kommen ein paar Leute um da Sport zu treiben, nach 22:00 wird die Beleuchtung ausgeschaltet, alles ruhig.

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Dienstag, 19. Juli 2022

19. Juli 2022, 🚌 Villefranche-sur-Cher - Rogny-les-sept-Ecluses

Heute geht es wiedereinmal Querfeldein über kleinste Departements Strassen, schön fast kein Verkehr, was bei den engen Strassen nur von Vorteil sein kann. Mein Ziel erst mal wieder zurück an die Loire, Briare mit dem Schiffskanal der die Loire überspannt. Natürlich ist der nun um einiges verkleinerte WOMO SP rappelvoll. Da stehen sie nun alle, die meisten an der prallen Sonne. Ich parke nur um ein paar Fotos zu schiessen und dann nichts wie weg, zurück auf weniger Touristische Ziele. Ganz in der Nähe befindet sich ein Sehenswürdigkeit aus längst vergangenen Zeiten, die Sieben Schleusen von Rogny, da will ich hin. Unterwegs sehe ich noch einen sehr schönen Stellplatz, doch die Schleusen sind sicher noch interessanter, was sich auch bewahrheitet. Es gibt mehrere Möglichkeiten hier zu stehen, ich entschliesse mich für den am weitesten entfernten. Hier gibt es sogar eine Entsorgungsstelle, was will man mehr. Ich muss mich allerdings 3 mal umstellen, aber so habe ich den ganzen Tag Schatten, super. Ich bin kaum da, kommt auch schon ein Hotelschiff an die Pier direkt vor meiner Nase, toll. Die Servicecrew ist zur Stelle, sie wuseln wild herum um alle wichtigen Arbeiten in Zeit zu erledigen. Gegen 17:00 will ich mir doch die Schleusen ansehen, es ist immer noch sehr warm aber das muss wohl sein. Sehr interessant, aber wohl für heutige Verhältnisse längst überholt, daher schon länger ausser Betrieb.

 

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Montag, 18. Juli 2022

18. Juli 2022, 🚌 Chouzé-sur-Loire - Villefranche-sur-Cher

Genug gefaulenzt, es soll weiter gehen. Erst folge ich ein kurzes Stück noch der Loire, doch dann will ich an den Cher wechseln, da ich der Loire doch schon öfters gefolgt bin. Meine Navi-Tante kennt mal wieder die Abkürzung nicht, also schickt sie mich erst nach Chinon und weiter nach Alzey-le-Rideau. Hier der übliche Touri Rummel, um meiner Ansicht eines der schönsten Schlösser zu besichtigen muss man das WOMO sehr weit weg parken, nicht für mich, ich habe es ja schon ein paar mal besucht, also weiter fahren. Natürlich will ich nicht nach Tours reinfahren, also eine günstige Umfahrung wird gesucht und auch gefunden. Leider geht die Bundesstrasse weit vom Cher entfernt durch, also auch nicht unbedingt das was man gerne sieht. Ich fahre weiter, in Selle-sur-Cher soll es einen schönen SP geben, direkt an der Brücke. Natürlich ist der Platz im Sommer gesperrt, ich mühe mich zurück auf die Hauptstrasse, die engen, zugeparkten Gassen haben es in sich, ein Alptraum. 

So geht es weiter dem Cher entlang, in Villefranche-sur-Cher werde ich fündig, an einem Kanal gibt es einen SP mit Entsorgung, allerdings hat die Stadtverwaltung einige Schikanen in der Form von riesigen Betonquadern eingebaut um da hin zu kommen, wahrscheinlich wollen sie verhindern dass die Fahrenden mit ihren Wohnwagen da hinkommen, jedenfalls muss man ganz schön zirkeln um mit einem WOMO von 7.5m durchzukommen. Es lohnt sich der Platz bitete Schatten, bei der Hitze ein absolutes muss.


 

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Samstag, 16. Juli 2022

16. und 17. Juli 2022, 🚌 Chouzé-sur-Loire Ruhetag

Nach dem Ansturm auf diesen Platz gestern Abend habe ich mich schnell entschlossen hier für das ganze Wochenende zu bleiben, es ist eindeutig Ferienzeit, der Platz war voll, bis kurz vor Mitternacht kamen noch welche an. Ich wandere mal an die Loire runter. Doch erst mal in der Kirche das alte Uhrwerk bestaunen, von 1870.


 


 Heute gibt es beim Gemeindehaus sogar einen kleinen Markt, doch das Angebot ist eher überschaubar, trotzdem finde ich schöne Bohnen.





 Nun brauche ich nur noch Speck und Brot, beides gibt's bei der Metzgerei und beim Bäcker im Dorf. Aber ich wollte ja an die Loire...



 

 




 

 



 


 


Und das ist meine Ausbeute vom Markt, begleitet von Cidre aus der Bretagne, einfach nur lecker...



 


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