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Sonntag, 25. Dezember 2022

25. Dezember 2022, 🚌 Milano - Neuchatel

Das letzte Stück liegt vor mir. Da es Gestern auf dem Simplon noch geschneit hat, entscheide ich mich doch eher über den Gotthard zu fahren. Prompt bin ich kurz nach Mailand auf eine elektronische Mautstrecke geraten, schwierig zu finden wie man da bezahlen soll. An der Grenze dann nur durchwinken, ist auch neblig und nass. Nach Bellinzona bessert sich das Wetter, die Nebelschwaden geben auch schon mal den Blick auf die Berge frei. Das Wetter wird immer besser, der Verkehr immer weniger, nur der Gegenverkehr in Richtung Süden nimmt stetig zu.




Da ich schon recht nahe an Zürich bin entscheide ich mich bei dieser Gelegenheit bei meiner Tochter vorbei zu fahren, bevor es endgültig nach Hause geht. So fahre ich seit Jahren wieder einmal auf der Axenstrasse entlang, hier nimmt der Verkehr schon wieder deutlich zu und nach Brunnen hat der Nebel auch wieder die Überhand gewonnen.




Nach einem traditionellen Fondue Chinoise im Kreise der Familie geht es dann doch recht spät zurück in Richtung Heimat.





Samstag, 24. Dezember 2022

24. Dezember 2022, 🚌 Bari - Milano

Nach einer endlosen Überfahrt kommt doch endlich Bari in Sicht.

Da komme ich nicht durch, also weiter warten, so schaffe ich es doch tatsächlich als letzter vom Schiff zu kommen, nachdem auch der letzte LKW den Raum freigibt. Wieviel das ausmacht sehe ich erst später, die letzten LKW's vom Schiff überhole ich erst bei Pesaro, über 100Km weiter. Da auch der gute Grenzschützer scheinbar grosse Langeweile verspürt und mich in ein längeres Gespräch verwickelt kann es endlich auf die Autobahn gehen, was in Bari vom Hafen aus erst um viele Ecken geht.



Zwei mal Tanken und viel Nebel unterwegs erreiche ich erst gegen 20:00 müde aber doch auch froh Milano. Auf einem grossen Parkplatz in einem Vorort finde ich einen Übernachtungsplatz.









Freitag, 23. Dezember 2022

23. Dezember 2022, 🚌 Fähre Patras - Bari

Es geht endlich los, doch der Spruch "eine Seefahrt die ist lustig" wird wohl eher nicht zutreffen. Es ist eine Fähre mit Heckbeladung, also auf Deck drehen und sich rückwärts einordnen, kein sehr guter Platz ganz hinten in einer Ecke, doch es ist offenes Deck, wo im Sommer Camping on Board möglich ist. Die Fähre ist nicht mal halb voll, was sich aber spätestens in Igoumenitsa ändert, um 23:30 sind wir da und es wird geladen was das Zeug hält, sogar auf der Rampe werden noch welche geparkt, wohl wegen der ausgefallenen Ancona Fähre mussten viele umbuchen.
Ich checke ein und erhalte meinen Schlafsessel zugeordnet. An Deck und noch ein paar Bilder zu Abschied.








Das ist die Fähre nach Istanbul.






















Ankunft Igoumenitsa.





Sonnenaufgang vor Bari.







23. Dezember 2022, 🚌 Katokolo - Patras

Mein gesundheitlicher Zustand hat sich leider verschlechtert, also packen und nach Hause fahren. Doch erst muss ich eine Fähre buchen. Am Besten wäre Ancona oder Venedig. Doch leider fährt die Fähre nach Venedig erst in 3 Tagen, für die Fähre nach Ancona kriege ich keine Angaben (wie ich später erfahre liegt die Fähre mit einem Defekt in Patras). Also bleibt nur noch Bari. Da haben sie noch Platz für ein WOMO. 


Ich verabschiede mich von meinen Freunden und fahre in Richtung Patras. Hier muss ich erst einmal mein übers Internet gebuchte Fährticket abholen und einchecken. Da sind sie doch im Norden Europas viel moderner, man fährt da direkt zum Gate zeigt eine ID Karte und schon steht man in der Warteschlange.
Jetzt heisst es aber erst mal warten. Ich fahre auf den LKW Parkplatz und warte. Doch es gibt einige Aktivitäten rundherum. Ich beobachte zwei dunkle Gestalten wie sie über ein Tor klettern trotz Stacheldraht schaffen sie es und rennen um die Wette. Doch das war nicht alles, kurze Zeit später ducken sich zwei weitere Gesellen um den LKW neben mir. Sie verschwinden unter dem LKW. Als der Fahrer zurück kommt muss er was bemerkt haben, er findet einen und holt ihn von der Hinterachse runter. Er will schon losfahren, da gebe ich ihm doch ein Zeichen, dass da unten noch ein weiterer steckt, auch den holt er raus bevor er in Richtung eingezäunten Parkplatz fährt. Besser so, ich habe von Freunden gehört was für Riesen Probleme sie hatten weil die Grenzbeamten unter dem WOMO blinde Passagiere fanden. 












Dann ist es endlich soweit, die Tore öffnen sich, ich kann auf den Warteplatz fahren.
Die Grenzbeamten nehmen es sehr genau, Garage, Bad und jeder noch so erdenklich kleine Raum wird abgesucht, keine Flüchtlinge an Bord, weiterfahren.








Die defekte Ancona Fähre.








Dieser Hundeführer ist ständig zwischen den LKW's unterwegs.


Zum Schluss muss ich dann doch noch Lachen. Der LKW mit dem "Flüchtlings-Problem" fährt an mir vorbei auf die hinterste Fähre, nun ratet mal wo die hinfährt! Es geht nach Istanbul, wenn also die Beiden durchgekommen wären hätten sie wohl ganz schlechte Karten gehabt, wie im Monopoly Spiel: "Zurück auf Start, ohne Startgeld"

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