Doch schon bald ist auch schon der erste Stopp fällig. Ich muss Vitamine auftanken, in der fruchtbaren Ebene des Flusses Narvata gedeiht ja so einiges, doch die Strasse ist beidseitig belegt mit Verkaufsständen wo hauptsächlich Zitrusfrüchte angeboten werden. Ein grosses Netz mit Clementinen wird gleich in der Garage gebunkert. Und schon geht es wieder bergan, bevor es zurück an die Küste geht.
Bei der neu gebauten Brücke die auf die Insel Peljesac führt um die Enclave von Bosnien Herzegowina zu umfahren schwenke ich auf die alte Strasse Nr. 8 ab. Mein Plan kurz nach der Grenze habe ich früher immer Austern und Muscheln kaufen können, mal sehen. Doch erst mal über die Grenze, beide Seiten nehmen es sehr genau, auch die Fahrzeugpapiere wollten sie sehen, allerdings kann man zur Zeit mit dem Personalausweis rüber, das wird sich aber wohl zum Jahresende ändern wenn die Schengen Aussengrenzen neu gezogen werden. Die Stadt Neum ist nach wie vor kein Bijou alles wirkt wie wild durcheinander gebaut, die Hotelkästen tragen das ihre bei. Diesel ist immer noch billiger als in Kroatien, aber es herrscht kaum noch Durchgangsverkehr. Kurz darauf auch schon wieder die Grenze, wie gehabt recht gut kontrolliert. Wie erwartet, mein Muschelhändler besteht noch, aber die Qualität der Austern hat wohl über die Jahre gelitten, für € 1.00 das Stück sind sie sehr klein und ganz verwachsen, kein Vergleich mit den gepflegten Leckerbissen in Frankreich. Doch wenn ich schon hier bin, 6 Stück und einen Sack Miesmuscheln erstehe ich mir.
Kurvenreich geht es zügig weiter in Richtung Dubrovnik, viele Kurven und ein Dorf nach dem anderen. Von weitem sieht man schon die markanten Brückenpfeiler, doch es geht erst mal noch um ein paar Buchten. Dann der Parkplatz vor der Brücke, toller Anblick, wenn auch diesmal keine grossen Kreuzfahrer überall herumstehen oder Ankern. Kein Bedarf für mich die Stadt diesmal zu besichtigen, ich fahre weiter in Richtung Flughafen. Doch für den Muschelsud brauche ich noch ein paar Zutaten, das erweist sich als schwierig, die Leute hier haben das sicher alles aus dem eigenen Garten. Also weiterfahren, noch ein Stück dann geht es über die Hügel zum Meer nahe bei Molinate. Hier bin ich mal gespannt, wie es meinem alten Freund in der Strandbar geht. Hier mache ich ja jedes mal Station. Schon von weitem winkt er mich heran, ich soll später für ein Glas Wein vorbei kommen, was ich gerne annehme. Schweizer Schokolade habe ich für ihn dabei als ich später vorbei schaue, mit einem Kumpel sind sie dabei Eintopf mit Fleisch aus eigener Produktion zu geniessen. Da ist auch genügend für mich dabei, obwohl ich ja eigentlich meine Muscheln essen wollte. Noch lange diskutieren wir, bis ich zum WOMO zurück gehe.
Kurze Zeit später trommelt es aufs Dach, ein kurzer Regenschauer, nach einer halben Stunde ist alles vorbei, die Sterne funkeln wieder, hier ohne Lichtverschmutzung sieht man alles sehr gut.
Bilder folgen sobald ich wieder ein besseres Netz habe.
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