Das Gewitter hat die ganze Nacht gedauert, und noch immer regnet es kräftig als ich weiterfahre. Die Strassen hier haben sich nicht gross verändert, die vielen Schlaglöcher sind eher noch tiefer geworden und der albanische Fahrstil kann oft nur schwer verstanden werden. Trotz häufiger Polizei Präsents und vielen Radar Kontrollen wird gerast und überholt dass man immer mit voller Konzentration unterwegs ist. So fahre ich bei Durres zu einem Unfall, nichts geht mehr, erst nachdem endlich die Polizei anrauscht können wir weiterfahren. Ein Lieferwagen hat einen Bus gerammt.
Mal wieder Schnapszahl. Ein Lichtblick gibt es dann doch noch, die Autobahn von Fier nach Vlores ist nun auch mit der Umfahrung fertig und sehr gut befahrbar.
Müde und doch froh erreiche ich mein heutiges Tagesziel, der Strand von Orikum. Hier will ich auf besseres Wetter warten, es soll ja über den Llogara Pass gehen.
Ich bin gerade dabei eine Portion von meiner Lammschulter zu geniessen, da geht ein Gehupe und Sirenen Lärm los.
Das ist der Grund dieses Aufruhrs, ein Schwertransport kommt daher und wegen der Überhöhe hat er die sicher nicht ganz legalen Telefonleitungen runter gerissen. Polizei Eskorte vorn und hinten lassen ihre Sirenen laufen, ein Inferno.
Kaum ist dieser Spuk vorbei kommt auch schon der nächste. Ein über vier stündiges Gewitter mit Wolkenbruch artigem Regen. Es kommt aus den Bergen, tobt über mir um sich aufs Meer zu verziehen. Doch das war's nicht, es kommt zurück wieder bis in die Berge. So viele Blitze an einem Abend habe ich noch nicht erlebt.
Diese Fischer wurden vom Gewitter überrascht und hatten viel Glück auf dem Wasser, dass sie nicht vom Blitz getroffen wurden.
Schäfer mit Schirm sieht man auch nicht alle Tage...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
kommentar im blogger Archiv