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Freitag, 24. September 2021

24. September 2021, 🚌 Tartu - Anna

Das Wetter lässt mal wieder zu wünschen übrig, immer wieder Regen und in der Nacht war es gerade mal wieder 4°, Zeit also mich weiter in den Süden aufzumachen. Doch erst mal heisst das aus Tartu rauszukommen, meine geliebte Navitante hat wieder mal ihre Mühe und schickt mich in geschlossene Strassen. Selber Schuld, ich dachte Heute kenne ich die Strecke, da brauche ich das Tablet auf dem Sygic läuft nicht, sofort installieren und Route eingeben. Doch jetzt weiss auch mein Garmin plötzlich wo es lang geht. Ich fahre also auf der 45 in Richtung Südost, ich will nochmals zurück an den Peipsisee ganz nahe der Russischen Grenze. Bei Räpina und Vööpsu ist das andere Ufer schon Russland. Auf dem Weg dahin äsen auch gleich zwei Rehe direkt am Wegesrand. Der Platz am See wäre auch für eine Übernachtung geeignet, doch es ist noch zu früh, bei dem Wetter will man ja nicht unbedingt lange Spaziergänge unternehmen, ich erklimme nicht mal den Aussichtsturm, Wind und Regen sind einfach nicht mein Ding. Ein kurzes Stück zurück auf die 45 und weiter geht es nach Värska. Hier gibt es eine Kirche mit sehr hohem Turm, aber als weiteres Ziel lockt ein Bauernmuseum am See. Hier haben ein paar Bauersfrauen ein Freilichtmuseum erstellt mit vielen Haus Tieren und ein paar alten Gebäuden, leider gibt es keinen Zugang, eine geschlossene Gesellschaft hat das Areal gebucht und so kann man nur von Aussen gucken, die Volkstanzgruppe hört man und durchs Fenster gelingt ein schneller Blick. Um ein paar Fotos vom Gelände zu machen, streife ich durch den Wald und siehe da auf einem kleinen Moos bedeckten Hügel ein grosses Feld mit Pfifferlingen. Keine 5 Minuten und ich habe eine Portion für mein Abendessen beisammen. Jetzt muss ich aber wieder ein kurzes Stück zurückfahren, sonst lande ich in Russland. Über die 90 und dann die 65 geht es nach Vöru um von da auf der 2 nach Süden zu gelangen. Wieder ganz nahe an der Grenze kommt dann die Abzweigung auf die 7. Nun geht es in Südwestlicher Richtung über die Grenze nach Lettland. Die alten Zollgebäude stehen noch, aber die Strasse führt aussen rum, kein Mensch an der Grenze. Der grosse Unterschied zu Estland, die Strassen werden schlagartig schlechter, weiss der Teufel was die hier mit den vielen Geldern aus der EU für den Strassenausbau machen. Schlaglöcher und Wellblech Strassen egal ob Asphaltiert oder Schotter, es ist ein Graus. Mein erstes Ziel in Lettland, Alüksne. Bei der Schmalspur Bahn gibt es einen Parkplatz. Die Bahn ist gerade abfahrbereit, doch statt der Dampflock haben sie eine scheussliche Diesellok eingespannt. Laut brüllend nimmt sie den Dienst auf. Der Parkplatz bei der Marienburg soll laut Info nicht mehr zum Übernachten gestattet sein, also fahre ich weiter, ich kenne ja nur 12Km weiter einen Übernachtungsplatz bei Anna. Da lasse ich mir dann auch die Pfifferlinge mit einem feinen Risotto schmecken.
































































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