Der prasselnde Regen hat mich wieder einmal viel zu früh geweckt, aber was solls ich will ja weiterkommen. Erst mal Frühstücken, das war gut, sogar der Regen lässt nach, nur noch leichtes Nieseln. Ich fahre los, doch zuerst muss ich mir doch noch die künstliche Skipiste samt Skilift ansehen die sie hier gebaut haben. Interessant, aber bei dem Wetter kein Mensch auf der Piste, vielleicht auch weil Heute in ganz Polen die Ferien zu Ende sind. Die Schüler in ihren schwarzen Hosen oder Röcken und weissen Hemden oder Blusen sind auch schon fleissig unterwegs.
Ich fahre zurück auf die 19 immer in Richtung Nordost. Unterwegs muss ich mir doch die Holzkirchen und die Reed gedeckten Häuser ansehen.
Doch kurze Zeit später gibt es am Wegesrand was noch interessanteres als Kirchen. in einem Dorf stehen alle 50 Meter Leute an kleinen Tischen vor ihren Häusern und bieten ihre Waren an. Da gibt es Kürbisse, Tomaten, Kartoffeln, aber vor allem Pfifferlinge, die muss ich haben. Der alte Mann schreibt den Preis auf einen Zettel, € 3.50 will er für die Schale haben. Mein Abendessen ist schon mal klar.
Natürlich geht es auch mit den Kirchen weiter, es gibt ja viele in der Gegend.
In Bialystok fahre ich auf einen grossen Parkplatz um die Karte zu studieren. Von hier geht die 65 an die Weissrussische Grenze zum Gebiet der Tataren. Diese sind ja Muslime und da gibt es noch zwei sehr alte Holzmoscheen. Ich habe ja die Gegend vor 2 Jahren besucht und die eine Moschee in Krusyniany war schon beeindruckend.
Doch der Umweg dahin wären doch weit über 100 Km und das Gebiet liegt ja direkt an der Grenze zu Weissrussland, wer weiss was es da zur Zeit für Probleme geben könnte, ganz zu schweigen von den extrem schlechten Strassen.
Ich bleibe also auf der 8 weiter in Richtung Norden. So langsam sehe ich mich nach einem schönen Übernachtung Platz um, da sehe ich nach einer imposanten Kirche und einer Windmühle einen grossen Parkplatz, da fahre ich hin. Gegenüber gibt es auch einen See mit Attraktionen, doch das Ende der Saison und das schlechte Wetter lassen den Platz gähnend leer. Auch die Spuren am Boden lassen nichts gutes ahnen, da haben die möchte gerne Schumachers ihre Räder durchdrehen lassen, habe ich gestern Abend bis Mitternacht erlebt, brauche ich eigentlich nicht unbedingt.
Doch da gibt es noch eine weitere Sehenswürdigkeit ganz in der Nähe, eine Festung aus der Bronzezeit, nachgebaut und restauriert. Tatsächlich hat es da auch zwei Stellplätze für WOMO's, mit Toiletten, Grillstellen, alles sehr sauber und Gratis.

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