Heute war schon recht früh Tagwacht, erstens weil die Sonne durch eine Ritze in der Verdunkelung schien und zweitens weil rundherum immer wieder Türen zu gehauen wurden. Ein Blick, Sonnenaufgang fotografieren und dann wegfahren, die ankommenden Angler waren dabei mich einzuparken. Ich stelle mich ein stück weiter an den Rand und frühstücke erst einmal.
So gestärkt kann es weiter gehen, nochmal Diesel und Gas auffüllen und ich fahre durch die endlosen Wälder in Richtung Süden den Wegweisern nach Riga folgend. In Jurmala muss ich aufpassen, dass ich nicht zu weit ins Zentrum komme, da soll es ja neuerdings eine Mautstation geben wo man eine Umweltsteuer bezahlen soll. Kein Problem, die Umfahrung ist gut ausgeschildert. So geht es bald auf die A10 wo mich schon reger Verkehr erwartet. Den Zustand dieser Hauptdurchgangs-Strasse muss man allerdings gesehen haben, man braucht überhaupt nicht zu lenken, die Spurrillen sind so tief, dass man wie auf Schienen daher rollt, wenn da nicht auch noch die tiefen Schlaglöcher wären. Was auch immer wieder erstaunt, ausserhalb ist man fast alleine unterwegs, aber sobald man in Stadtnähe kommt, steht man im Stau, auch wenn zwei oder drei Spuren vorhanden sind. Schleppend geht es voran, nur über die Daugava Brücke rollt es, hier hätte ich einen Stau gebrauchen können um ein paar Fotos zu machen. Um sieben Ecken komme ich endlich auf die A 2 um gleich wieder im Stau zu stehen, diesmal ein Unfall. Endlich kommt der Juglas See in Sicht, hier muss ich abzweigen, mein heutiges Ziel das Freilichtmuseum Brivadabas bei Riga. Hier soll man ja auch übernachten können. Der Parkplatz ist recht gross, ich stelle mich ganz hinten in die Ecke und marschiere los. Für Rentner beträgt das Eintrittsgeld € 2.50, was ich nach dem Rundgang als seit langem die best investierten 2.50 empfinde. Der Park ist wirklich riesig und die Häuser, Kirchen Handwerks-Buden sind wirklich einmalig. Ich habe über 150 Fotos gemacht, hier eine kleine Auswahl, ich weiss gar nicht wo anfangen
Als ich zum Parkplatz zurückkehre dann die Überraschung, ein Kuschelcamper hat sich an meine Seite geheftet, kein Meter Abstand, obwohl der ganze Parkplatz leer ist, was sich solche Leute wohl denken, oder eben nicht, leider sind die Spezies überall im Vormarsch.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
kommentar im blogger Archiv